Lebensdauer der Fassade: Anzeichen für eine Sanierung

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Eine Fassade altert langsam. Lange sieht man ihr nichts an, dann zeigen sich Risse, Flecken oder Stellen, an denen der Putz hohl klingt. Wie lange die einzelnen Schichten halten und woran Sie eine fällige Sanierung erkennen, lesen Sie hier.
Nutzungsdauer von Putz, Anstrich und Dämmung
Das deutsche Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlicht Nutzungsdauern für Bauteile. Sie werden für Lebenszyklusberechnungen verwendet und sind auch in Österreich eine gängige Orientierung.
| Bauteil | Nutzungsdauer laut BBSR |
|---|---|
| Wärmedämmverbundsystem (Vollwärmeschutz) | mindestens 50 Jahre |
| Mineralischer Putz auf Mauerwerk | mindestens 50 Jahre |
| Silikonharz-, Silikat- und Kunstharzputz | 45 Jahre |
| Fassadenanstrich auf mineralischem Untergrund | 20 Jahre |
| Kalkfarbe | 15 Jahre |
Das BBSR hat die Nutzungsdauer für Wärmedämmverbundsysteme 2025 von 40 auf mindestens 50 Jahre angehoben. Die Werte sind Durchschnittswerte für Berechnungen, keine Garantie. Wie lange eine Fassade tatsächlich hält, hängt von Verarbeitung, Lage und Pflege ab.
Sanierungsintervall bei gedämmten Fassaden
Die Dämmung selbst muss selten erneuert werden. Was altert, ist die Oberfläche. Die österreichische Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme hält bei guter Verarbeitung ein Intervall von 30 bis 40 Jahren für günstig, um Armierung und Deckputz zu erneuern. Dazwischen kann ein neuer Anstrich die Oberfläche auffrischen.
Ist die Dämmung zu dünn für heutige Ansprüche, lässt sie sich aufdoppeln: Auf das bestehende System kommt eine zweite Dämmschicht mit neuem Putz. Der alte Vollwärmeschutz muss dafür nicht abgerissen werden, wenn er noch fest auf der Wand sitzt.
Anzeichen für eine fällige Sanierung
Risse. Feine Haarrisse sind oft nur ein Schönheitsfehler. Risse, die breiter werden, an Fensterecken auftreten oder ein Netz bilden, sollten angesehen werden. Mehr dazu im Ratgeber Risse in der Fassade.
Hohlstellen und Abplatzungen. Putz, der beim Abklopfen hohl klingt oder abfällt, hat sich vom Untergrund gelöst. Hier dringt Wasser ein.
Algen und Verschmutzung. Grüne und graue Flecken zeigen, dass die Oberfläche lange feucht bleibt. Ein neuer Anstrich mit einer passenden Farbe hilft, siehe Algen an der Fassade.
Ausgebleichte Farbe. Ist der Farbton deutlich verblasst oder färbt der Anstrich stark auf die Hand ab, lassen Sie ihn von einem Fachbetrieb ansehen. Leichtes Abkreiden ist bei manchen Fassadenfarben gewollt, sie nutzen es gegen Bewuchs.
Undichte Anschlüsse. Spröde Dichtungen an Fensterbänken, Fenstern und Durchdringungen lassen Wasser hinter den Putz. Die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme empfiehlt, sie regelmäßig zu prüfen.
Hohe Heizkosten bei ungedämmter Wand. Ist ohnehin ein neuer Putz fällig, ist das der günstigste Zeitpunkt für eine Dämmung, siehe Fassadendämmung im Altbau.
Pflege für eine lange Lebensdauer
Ein kurzer Rundgang einmal im Jahr reicht: Risse, Flecken, beschädigte Stellen am Sockel und Anschlüsse an Fenstern und Fensterbänken ansehen. Kleine Schäden sind schnell und günstig behoben, solange noch kein Wasser in die Wand gelangt ist.
Häufige Fragen
Wie oft muss man eine Fassade streichen?
Wie lange hält ein Vollwärmeschutz?
Passende Leistung
Fassadensanierung in Mattersburg und Umgebung
Für eine Fassadensanierung sehen wir uns Risse, Algen, abblätternde Farbe oder die alte, ungedämmte Fassade vor Ort an und sagen Ihnen, ob Ausbessern und ein neuer Putz reichen oder ob sich das Dämmen lohnt.
Zur LeistungQuellen
- VDPM, Merkblatt Mikrobiologischer Bewuchs auf Fassaden (11/2020) (öffnet in neuem Tab)
- BBSR, Nutzungsdauern von Bauteilen (Stand 13.03.2026), Informationsportal Nachhaltiges Bauen (öffnet in neuem Tab)
- Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme, Häufige Fragen (öffnet in neuem Tab)
- VDPM, BBSR erhöht Nutzungsdauer von WDVS auf mindestens 50 Jahre (öffnet in neuem Tab)
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