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Fassadendämmung im Altbau: wann sie sich lohnt, mit Rechenbeispiel

Aktualisiert am · STEFA Fassaden, Meisterbetrieb aus Mattersburg

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Älteres Dorfhaus im Burgenland mit frisch gedämmter und verputzter Fassade, tiefen Fensterlaibungen und grauem Sockel

Ein Haus aus den 1960er bis 1980er Jahren verliert viel Wärme über die Wände. Ob sich eine Dämmung rechnet, hängt davon ab, wie schlecht die Wand heute ist, wie Sie heizen und ob die Fassade ohnehin erneuert werden muss. Hier rechnen wir ein Beispiel durch und sagen dazu, welche Annahmen dahinterstecken.

U-Wert vorher und nachher

Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter Wand geht. Je kleiner, desto besser.

WandU-Wert in W/m²K
Altbau ungedämmt, je nach Aufbau0,6 bis 2,4
mit 16 cm EPSrund 0,17 bis 0,19
mit 20 cm EPSrund 0,14 bis 0,16
Anforderung Landesförderung Burgenlandhöchstens 0,25
klimaaktiv „sehr gut“höchstens 0,18

Die Werte nach der Dämmung haben wir für einen alten U-Wert von 0,8 bis 1,5 berechnet. Wie gut Ihre Wand heute ist, steht im Energieausweis, sofern es einen gibt.

Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus

Annahmen: 150 m² Außenwand, U-Wert vorher 1,2, nachher 0,18. Statistik Austria weist für das Burgenland in den Erhebungen 2003/04 bis 2017/18 Heizgradsummen von rund 2.600 bis 3.400 Kelvintagen aus, wir rechnen mit dem Mittel von rund 3.000. Energiepreise laut Eurostat für das erste Halbjahr 2026, inklusive Steuern: Gas 12,4 Cent, Strom 29,2 Cent je kWh.

Rechnerischbei 70 % davonbei 50 % davon
Eingesparte Wärme im Jahrrund 11.000 kWhrund 7.700 kWhrund 5.500 kWh
Gasheizungrund 1.500 €rund 1.050 €rund 750 €
Wärmepumperund 1.100 €rund 750 €rund 550 €

Für die Gasheizung haben wir einen Nutzungsgrad von 90 % angesetzt, für die Luftwärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von 3. In der Praxis wird die rechnerische Einsparung meist nicht ganz erreicht: Wer vorher sparsam geheizt hat, spart weniger, und nach der Dämmung wird es oft etwas wärmer eingestellt. Deshalb zeigen wir auch 70 und 50 %.

Amortisation

Mit unserem Richtwert von 120 bis 140 € je m² (EPS 20 cm mit Gerüst, Putz und Fensterbänken) kostet die Dämmung von 150 m² rund 18.000 bis 21.000 €, im Altbau kommt die Vorbereitung des Untergrunds dazu. Bei einer Gasheizung und voller Einsparung ist das nach grob 12 bis 14 Jahren hereingespielt, bei geringerer Einsparung oder Wärmepumpe dauert es länger. Preissteigerungen bei Energie und Förderungen sind dabei nicht eingerechnet.

Ganz anders sieht es aus, wenn die Fassade ohnehin saniert werden muss. Gerüst, Abdecken, Armierung und Putz fallen dann sowieso an. Laut der Verbraucherzentrale NRW macht die eigentliche Dämmung in diesem Fall oft nur noch rund 40 % der Gesamtkosten aus. Damit verkürzt sich die Amortisation auf einen Bruchteil.

Untergrund im Altbau

Im Neubau wird auf frisches, ebenes Mauerwerk gedämmt. Im Altbau prüfen wir vorher:

  • Tragfähigkeit: Hält der alte Putz? Hohle Stellen werden abgeschlagen.
  • Feuchte: Ist der Sockel nass, wird zuerst die Ursache behoben.
  • Ebenheit: Größere Unebenheiten werden mit dem Kleber oder mit Ausgleichsputz ausgeglichen.
  • Anschlüsse: Dachrand, Fenster, Rollläden und Leitungen an der Fassade brauchen Platz für die Dämmstärke.

Werden auch die Fenster getauscht, sollten beide Arbeiten gemeinsam geplant werden. Mehr dazu im Ratgeber Fenstertausch und Fassade.

Förderung im Burgenland

Die Wohnbauförderung des Landes fördert die Dämmung der Außenwand bei Häusern, die seit mindestens 20 Jahren bewilligt sind, mit einem Darlehen über 30 % der anerkannten Kosten. Wer gleichzeitig aus Gas, Öl oder Kohle aussteigt, kann in der Sonderförderaktion ein Darlehen über bis zu 80 % der anerkannten Kosten bekommen, höchstens 40.000 €. Der Bund plant ab 4. Jänner 2027 wieder einen Zuschuss bis 4.000 € für die Dämmung der Außenwand, die Bedingungen können sich bis zum Start noch ändern. Details und Bedingungen stehen im Ratgeber Vollwärmeschutz Kosten. Stand: 30.10.2026.

offen: Förderangaben vor dem Livegang neu prüfen

Häufige Fragen

Wie viel Heizkosten spart eine Fassadendämmung?
Das hängt vom Haus ab. Außenwände verursachen laut dem deutschen Umweltbundesamt 20 bis 35 % der Wärmeverluste eines Einfamilienhauses, die Dämmung senkt diesen Teil um 65 bis 80 %. Daraus ergeben sich rechnerisch rund 13 bis 28 % weniger Heizenergie. klimaaktiv nennt für Mehrfamilienhäuser 20 bis 40 %.
Wie dick sollte die Dämmung im Altbau sein?
klimaaktiv empfiehlt mindestens 16 cm. Für die Wohnbauförderung im Burgenland muss die Wand danach einen U-Wert von 0,25 W/m²K erreichen, das gelingt meist ab 14 cm. Weil Gerüst, Arbeit und Putz den Großteil der Kosten ausmachen, lohnen sich ein paar Zentimeter mehr fast immer.
Muss alter Putz vor der Dämmung herunter?
Nicht immer. Ist der alte Putz fest und tragfähig, wird die Dämmung direkt darauf geklebt und gedübelt. Hohle oder lose Stellen werden vorher abgeschlagen. Das prüfen wir bei der Besichtigung durch Abklopfen.

Passende Leistung

Vollwärmeschutz in Mattersburg und Eisenstadt-Umgebung

Wir dämmen Einfamilienhäuser im Neubau und in der Sanierung mit einem Vollwärmeschutz von Sto, fachlich Wärmedämmverbundsystem genannt. Gerüst, Dämmung, Putz, Sockel und Fensterbänke kommen aus einer Hand, Sie haben für die ganze Fassade einen Ansprechpartner.

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